Ein weiterer Meilenstein für KI aus der Region Stuttgart
HLRS wird Partner der Initiative von ARENA2036, Cyber Valley und der Universität Stuttgart zur Förderung von KI-Start-ups (KI-D@ARENA2036-X)
Die Zukunft der künstlichen Intelligenz (KI) macht im Herzen von Baden-Württemberg einen wichtigen Schritt nach vorn. Das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) wird als neuer Partner das Programm ‚KI-D@ARENA2036-X' mit seinem Wissen und Rechenkapazitäten unterstützen.
Das Programm wird gemeinsam von ARENA2036, Cyber Valley GmbH, DeepScenario, waveye sowie den Technischen Informations- und Kommunikationsdiensten der Universität Stuttgart (TIK) umgesetzt.
Mit dem HLRS kommt ein bedeutender Partner hinzu. Dadurch erhält das Programm Zugang zum Infrastrukturprojekt HammerHAI. Ab Mitte des Jahres können damit umfangreiche KI-Rechenressourcen entlang der gesamten Entwicklungskette genutzt werden – von kleineren Systemen direkt an Maschinen oder Geräten bis hin zu leistungsstarken Hochleistungsrechnern. Dadurch wird es möglich, auch sehr große und komplexe KI-Modelle zu trainieren und einzusetzen.
Eine Infrastruktur, die KI-Entwicklung beschleunigt
Im Rahmen der Initiative bauen die Partner eine offene IT- und Dateninfrastruktur einschließlich des Zugangs zu einem Datenraum für den souveränen Austausch von Daten auf. Ziel ist es, Unternehmen einen einfachen Zugang zu leistungsfähigen Ressourcen für KI-Anwendungen zu ermöglichen – von der ersten Idee bis zur praktischen Anwendung im Unternehmen. Dabei steht ein Modell im Mittelpunkt: die Vernetzung von KI-Systemen und Daten. Unternehmen können die bereitgestellte Infrastruktur nutzen, ohne selbst große technische Systeme aufbauen zu müssen. Die Nutzung soll zu wettbewerbsfähigen Kosten möglich sein.
Besonders profitieren davon Start-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU), deren Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsstärke dadurch gestärkt werden.
In Baden-Württemberg entsteht so ein skalierbares, transparentes und kooperativ gestaltetes System. Statt einer Blackbox setzt das Projekt bewusst auf eine offene Infrastruktur.
Diese basiert auf drei zentralen Bausteinen:
Eigene Hardware einbringen: Unternehmen können eigene Rechenhardware integrieren und damit die verfügbaren Rechenkapazitäten flexibel erweitern und individuelle Anforderungen abbilden.
Gemeinsamer Datenraum: Ein skalierbarer, kollaborativer Datenraum mit Marktplätzen ermöglicht es verschiedenen Organisationen, gemeinsam an Datensätzen, KI-Modellen und konkreten Anwendungsfällen zu arbeiten.
Hochleistungsrechnen mit HammerHAI: Leistungsstarke Hochleistungsrechen-Ressourcen ermöglichen das Training und den Einsatz besonders großer KI-Modelle.
Ein Programm, das Unternehmen schneller voranbringt
Teilnehmende Unternehmen des ‚KI-D@ARENA2036-X‘-Programmes profitieren von einem praxisnahen Zugang zu leistungsfähiger KI-Infrastruktur und einem starken Innovationsnetzwerk.
Das Programm bietet unter anderem:
- die Möglichkeit, neue Ideen und Proof-of-Concepts ohne hohe Anfangsinvestitionen zu testen und umzusetzen,
- den Zugang zu leistungsstarker Hochleistungs-IT, ohne selbst ein eigenes Rechenzentrum betreiben zu müssen,
- den fachlichen Austausch mit anderen KI-Entwickler:innen, die vor vergleichbaren technologischen Herausforderungen stehen,
- sowie eine reale Testumgebung in der ARENA2036, die Anforderungen aus unterschiedlichen Branchen bündelt.
Damit unterstützt das Programm Unternehmen nicht nur bei ihren Projekten – es beschleunigt aktiv die Entwicklung und Umsetzung neuer KI-Anwendungen.
Stimmen aus dem Projektteam:
Prof. Dr. Peter Middendorf, Rektor der Universität Stuttgart:
„Die IT- und Dateninfrastruktur der ‚KI-D@ARENA2036-X‘ ist ein weiterer wichtiger Baustein unseres Innovationsökosystems. Die Universität Stuttgart trägt mit ihren Technischen Informations- und Kommunikationsdiensten und als Partner der ARENA2036 zum Erfolg dieses Projektes bei. Umso mehr freue ich mich, dass jetzt mit dem Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart HLRS ein weiterer starker Partner hinzukommt, der mit seiner leistungsfähigen Recheninfrastruktur Unternehmen und Start-ups bei der Erprobung und Optimierung modernster KI-Anwendungen unterstützt.“
Dr. Alexander Lahl, Regionaldirektor des Verband Region Stuttgart:
„Gemeinsam mit dem Infrastrukturprojekt HammerHAI entsteht ein bedeutender Nukleus, der von großem Nutzen für Start-ups und insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen sein wird. Wir stärken damit den Standort Region Stuttgart bei KI-Anwendungen und Datenraumkapazitäten enorm, durch unsere Förderung von Innovationszentren sichern wir die Transparenz solcher Leistungen und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen der Region. Und es macht auch deutlich: die Stärke der Region Stuttgart ist das Miteinander.“
Michael Kaiser, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS):
„Die Zusammenarbeit der ‚KI-D@ARENA2036-X‘ mit dem HLRS und dessen europäischer AI Factory HammerHAI ist ein weiterer wichtiger Baustein für das KI-Ökosystem der Region Stuttgart. Damit ist es für Unternehmen möglich, dank effizienter Hochleistungsrechner sehr große KI-Modelle zu trainieren und zu nutzen – und das ohne eigenes Rechenzentrum. Gerade für kleine und mittelgroße Firmen entstehen dadurch neue Chancen in der KI-Entwicklung und -Anwendung.“
Angelina Jukic, Programm Managerin bei der Cyber Valley GmbH:
„Unser Ziel im ‚KI-D@ARENA2036-X‘-Programm ist es, ein stark vernetztes Ökosystem zu schaffen, das Forschung, Start-ups und Industrie näher zusammenbringt und die Entwicklung sowie das Training von KI-Modellen effizienter gestaltet. HammerHAI zählt dabei zu den führenden AI Factories Deutschlands und arbeitet gemeinsam mit ARENA2036 an zukunftsweisenden Lösungen.“
Projektstand und Ausblick:
Nach dem erfolgreichen Aufbau der grundlegenden Infrastruktur im ersten Projektjahr wird das Programm im Jahr 2026 den operativen Zugang zu den verfügbaren Rechen- und Datenressourcen ermöglichen.
Über das ‚KI-D@ARENA2036-X‘-Programm:
Das Programm ‚KI-D@ARENA2036-X‘ wird gemeinsam von ARENA2036, Cyber Valley GmbH, DeepScenario, waveye sowie den Technischen Informations- und Kommunikationsdiensten (TIK) der Universität Stuttgart umgesetzt. Ziel ist der Aufbau einer kollaborativen Infrastruktur, die KI-Innovationen in Baden-Württemberg schneller, sicherer und wirtschaftlich nachhaltig voranbringt.
Das Programm wird vom Verband Region Stuttgart im Rahmen seines Kofinanzierungsprogramms für Künstliche Intelligenz als Förderprojekt von 2024 bis 2027 mit insgesamt 685.000 Euro gefördert.
Pressekontakt:
Silke Dutz
Public Outreach Manager
Email: silke.dutz@cyber-valley.de